Türkischer Präsident GÜL und Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Jank loben Zusammenarbeit und freuen sich über passives Kammerwahlrecht
Bilaterales Abkommen ermöglicht künftig österreichischen Unternehmern in der Türkei zu kandidieren und umgekehrt
Im Rahmen des heutigen Staatsbesuches sprachen der türkische Staatspräsident Abdullah GÜL und die Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes KommR Brigitte Jank über die große Anzahl von Unternehmen mit türkischem Migrationshintergrund in der Bundeshauptstadt. Jank berichtete über die weitere Vertiefung der Kooperationen zwischen den Interessenvertretungen beider Länder. So wurde bereits im Vorfeld eine Vereinbarung unterfertigt, welche Unternehmern mit türkischer Staatsbürgerschaft in Österreich das passive Wahlrecht bei Wirtschaftskammerwahlen und umgekehrt Unternehmern mit österreichischer Staatsbürgerschaft bei Kammerwahlen in der Türkei einräumt.
Ausbau der Kooperation
Der türkische Präsident Gül wies darauf hin, dass "die Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern eigentlich schon optimal laufen, wir sie aber unbedingt noch ausbauen wollen." Aus diesem Grund wurde von der WKÖ und TOBB heute ein Letter of Intent für eine Kooperation zwischen dem WIFI International und der TOBB University of Economics and Technology mit der Zielsetzung einer Franchise-Kooperation unterschrieben.
Starke wirtschaftliche Beziehungen
Nicht nur auf interessenpolitischer Ebene funktionieren die zwischenstaatlichen Verflechtungen ausgezeichnet, sondern auch auf wirtschaftlicher. So überschritten die österreichischen Exporte in die Türkei im Vorjahr erstmals die Ein-Milliarden-Euro-Schwelle und konnten mit einem Zuwachs von 40% die größte prozentuelle Exportsteigerung innerhalb der Top 30 Exportpartner Österreichs erzielen. Die Importe aus der Türkei beliefen sich auf knapp 900 Mio. Euro (+11%). Im Ranking der wichtigsten österreichischen Handelspartner liegt die Türkei mittlerweile bereits auf Platz 20. Der Außenhandel Österreichs mit der Türkei hat sich seit 2001 verdreifacht.
