Home
Kommentare

Brigitte Jank präsentiert das Wirtschaftsbuch

900 Unternehmer bei Wirtschaftsbundkonferenz

Unter dem Motto -EVA "ENTLASTEN VEREINFACHEN ANKURBELN" - präsentierte die Obfrau des Wirtschaftsbundes Brigitte Jank im randvoll gefüllten Millenium Center die Ziele, Visionen und Forderungen der Wiener Unternehmer. In einem breiten Diskussionsprozess mit über 10.000 Kontakten sammelte der Wirtschaftsbund in den letzten Monaten die Ideen und Anliegen der Wirtschaftstreibenden. Das Ergebnis ist das 300 Seiten starke WIRTSCHAFTSBUCH.

Gemeinsam mit Wirtschafsminister Reinhold Mitterlehner, Bundesminister Johannes Hahn, der Staatsekretärin Christine Marek erfolgte gestern der Startschuss für einen noch intensvieren Dialog mit unseren Betrieben und für eine noch aktivere Gestaltung der Politik.

„Wirtschaft gestaltet Politik“-TourAls weiteren Schritt startet der Wirtschaftsbund daher ab nächster Woche die Wirtschaft gestaltet Politik Tour! Ziel ist es, das Wirtschaftsbuch und dessen Ideen den Unternehmerinnen und Unternehmern zu präsentieren. Wir wollen allen Unternehmerinnen und Unternehmern zeigen, dass ihre aktive Mitarbeit aufgegriffen wurde und ihre Anliegen gegenüber der Politik und zwar in jeder einzelnen Branche, einfordern werden und damit Politik gestalten werden, wie es unsere Betriebe wollen.

Bild1 : Wirtschaftsminister Dr. Reinholf Mitterlehner, Wirtschaftskammerpräsidentin KommR Brigitte Jank, Staatsekretärin Christine Marek;

Bild 2: Direktor des Wirtschaftsbundes Dr. Alexander Biach, WB-Obmann Kaffeesieder Berndt Querfeld, WB-Obmann Werbung Mag. Michael Himmer, WB-Obmann Versicherungsagenten Ing. Alexander Widhofner, Wirtschaftsbundobfrau KommR Brigitte Jank, Fachgruppenobmann Gastronomie Walter Piller, Spartenobmann Handel Dr. Fritz Aichinger, Spatenobmann Gastronomie KommR Ing. Josef Bitzinger

 

 „DAS WIRTSCHAFTSBUCH“

„Ziele - Visionen - Forderungen der Wiener Unternehmer!

Der Wirtschaftsbund Unternehmer-Dialog

Laufend steht der Wiener Wirtschaftsbund im Gespräch mit Wiens Unternehmerinnen und Unternehmern. Der Kontakt über unsere 1400 Wirtschaftsbundfunktionäre und der direkte Besuch vor Ort durch unsere Bezirksvertreter stehen dabei im Mittelpunkt des Kontakts. Dieser wurde in den vergangenen Monaten nochmals intensiviert.

  • 1.000 Jungunternehmerbesuche
    Wir kontaktieren jeden Neubetrieb in unserer Stadt, weil es uns ein ganz besonderes Anliegen ist, den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern beim Start in das Unternehmertum mit allen unseren Möglichkeiten zu helfen. Dabei wurden über 1.000 Jungbetriebe alleine in den letzten 10 Monaten zusätzlich auch direkt durch die WB-Vertreter besucht, um vor allem auf die zahlreichen Serviceangebote der Wirtschaftskammer und sonstigen Institutionen aufmerksam zu machen. Daraus resultierten zahlreiche wichtige Anregungen für Verbesserungen.
  • „Wirtschaft fordert Politik“ - Tour in allen Bezirken
    Im Oktober veranstaltete der Wirtschaftsbund die „Wirtschaft fordert Politik“ Tour durch sämtliche Wiener Bezirke. Ziel war es, ein Zukunftsprogramm für die Wiener Wirtschaft zu erarbeiten.
    Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe wurden aktiv über 600 Unternehmer in einem breiten Diskussionsprozess eingebunden. Wir waren positiv überrascht, dass sich so viele Unternehmerinnen und Unternehmer daran beteiligten!
    Als Dialogunterlage diente eine Market Umfrage, bei der 2.700 Unternehmer über bereits erfolgte Maßnahmen und weitere Forderungen befragt wurden. „Vom Parkpickerl für Unternehmer über alternative Demonstrationsrouten bis hin zum Ausbau der Förderungen war alles dabei!
  • Branchenoffensive
    Gleichzeitig startete ein intensiver Gesprächsdialog –getragen von unseren 1.400 ehrenamtlichen Wirtschaftsbund Funktionären - in allen 106 Fachgruppen um auch branchenspezifische Anliegen und Forderungen herausfiltern zu können. Diese Anliegen wurden auch noch mal durch über 4.000 Telefoninterviews unter ganz spezifischen Fachgruppenmitgliedern untermauert.

Der Wirtschaftsbund Wien sammelte sämtliche Ziele, Visionen und Anliegen und entwickelte daraus ein 300 Seiten starkes Zukunftsprogramm:

 

2-Das Wirtschaftsbuch

Die wichtigsten Forderungen wurden aus den einzelnen Branchen, Bezirken, Sparten auf 30 Punkte und unter einer Namensformel zusammengefasst.

„E V A“

  • Entlasten – können wir unsere Betriebe vor allem durch steuerliche Anreize

  • Vereinfachen – müssen wir die Kontakte mit den Behörden

  • Ankurbeln – werden wir durch kluge Zukunftskonzepte

Nachfolgend 10 Punkte daraus, die uns ganz besonders wichtig für die Entfaltung der Wirtschaft in unserer Stadt erscheinen

 

E N T L A S T E N

Liquiditätssicherheit sicherstellenDer Zugang zu Finanzierungen muss erleichtert werden. Strengere Eigenkapitalvorschriften (Basel II) oder die Wirtschaftskrise dürfen keine Ausrede dafür sein, wichtige Unternehmenskredite nicht zu vergeben. Die Haftungsübernahmen und Kreditförderungen des Staates und der Stadt müssen laufend ausgeweitet, aber von Kreditinstituten auch akzeptiert werden. Durch Druck auf internationale Institutionen müssen krisenverstärkende Eigenkapitalvorschriften rasch repariert werden. Die Wirtschaft muss leben!

Büro-im-Wohnungsverband absteuernGerade bei Einpersonenunternehmen häufig der Fall: das Arbeitszimmer ist in der eigenen Wohnung. Wie bei Bürokosten existiert in diesem Fall aber keine Möglichkeit für eine steuerliche Absetzbarkeit. Hier ist eine unbürokratische Pauschalierungsregelung gefragt, die beim Unternehmensstart in den eigenen vier Wänden hilft.

Gebührenbremse ausbremsenWien hat seine Abwasser- und Müllgebühren seit 2001 um 43 % erhöht, Wienenergie liegt mit den Energiepreisen immer im österreichischen Spitzenfeld (siehe eControl-Berichte). Für Entlastungen sind hier mehr Wettbewerb und Kostentransparenz dringend notwendig!

Headquarter einquartierenWiens Ost- und Südeuropazentralen sind von ungeheimer Bedeutung für Arbeitsplätze und Nachfrage in unserer Stadt. Es gilt unsere Vorreiterrolle als Standort für internationale Konzernzentralen gegenüber den produktionsgünstigen Nachbarstaaten abzusichern. Daher jetzt eine eigene „Headquarter Task Force“ als Servicestelle zur Unterstützung und Entlastung für bestehende Headquarter einrichten.

 

V E R E I N F A C H E N

Bürokratie entbürokratisierenDie Verwaltung soll für den Unternehmer da sein und nicht umgekehrt. 9 von 10 Wiener Betriebe wünschen sich Verwaltungsvereinfachungen insbesondere bei den behördlichen Verfahren wie den Betriebsanlagengenehmigungen, Schanigärten oder den Förderanträgen. Daher deutliche Vereinfachungen, Beschleunigungen und mehr Klarheit zur leichteren Vorschriftenbefolgung.

Parkpickerl einfach pickenGerade die Genehmigung von Parkpickerln für Betriebe ist mit einer untragbaren Bürokratie verbunden: Voraussetzungen für den Aufkleber sind schwere, regelmäßige, erforderliche Liefertätigkeiten und das muss anhand von Rechnungen durch den Unternehmer belegt werden, dann Wartezeit Minimum 5 Wochen. Daher: erstes Parkpickerl für den Unternehmer ohne komplizierte bürokratische Nachweispflichten 

Meldepflichten abmeldenBeispiele gefällig? Erhebung des Energieeinsatzes – aber Angaben in Liter nicht in Euro wie in der Buchhaltung vorhanden; Strukturerhebungsbogen bei Dienstleistungsbetrieben mit 63 Detailfragen und dem netten Hinweis auf die Auskunftspflicht; Arbeits- und Entgeltbestätigungen an die Gebietskrankenkasse trotz monatlicher Verpflichtungen zum  Beitragsnachweis. Nicht vergessen: Verwaltung ist für Betriebe da – nicht umgekehrt!

 

A N K U R B E L N

Förderungen fördernAllgemeine Investitionsanreize statt Schrebergartenausrichtung. Durchblick statt Förderdschungel. Aufstiegshilfen statt Einstiegshürden. Die Förderlandschaft in Wien muss weiterentwickelt werden: Ein leichterer und schnellerer Zugang für alle Unternehmen zu einer Basisförderung, gemischt mit Spezialförderungen, um zum nachfrageorientierten Branchenmix und zur Innovationsorientierung der Stadt beizutragen. Und um kein Geld liegen zu lassen ist gerade im Tourismus eine bessere Abstimmung des Landes mit Bundesförderungen wichtig.

Pfusch verpfuschen20 Prozent oder bis zu 1.200 Euro der Kosten für Sanierung von Wohnraum und laufende Wartungsarbeiten sollen unter Vorlage von Rechnungen von der Steuer abgesetzt werden können. Ein solcher „Handwerkerbonus“ hat in Deutschland die Auftragslage für Unternehmer verbessert und könnte die Schattenwirtschaft in Österreich um fünf Prozent reduzieren.

Bildung bildenLaut läuten die Alarmglocken im Lehrlings-Bildungsbereich: Grob mangelndes Zahlen- und Sprachverständnis der Jugendlichen und damit das Leid der ausbildenden Betriebe über zu wenig geeignete Lehrlinge. Wien braucht die besten Lehrlinge, daher neue Impulse für das Bildungssystem: Bessere Förderung individueller Begabungen, mehr Wirtschaftsbezug in der Schulausbildung, Potenzialanalysen an den wichtigsten Schulkreuzpunkten und auch bessere Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Wien braucht auch die besten Lehrkräfte, zB. Durch mehr Förderung von Unternehmergeist mit verpflichtenden Betriebspraktika für alle Lehrer.

 

3. Wirtschaft gestaltet Politik Tour

Mit diesen Grundforderungen, die zahlreichen Angeboten und Überlegungen für die Unternehmerinnen und Unternehmer in den Bezirken und in den einzelnen Branchen dieser Stadt ist der Wirtschaftsbund nun inhaltlich gut aufgestellt und für die kommenden Herausforderungen gerüstet.

Es gilt nun mit unseren Betrieben für einen „selbst tragenden Aufschwung“ zu sorgen, die Krise hinter uns zu lassen und stärker zu werden. Genau dafür dienen die Zukunftsideen unseres Wirtschaftsbuches.

  • Startschuss: Die Wirtschaftskonferenz
    Heute werden die Überlegungen im Rahmen der Wirtschaftskonferenz des Wirtschaftsbundes vorgestellt. Die über 900 Teilnehmer sind allesamt Funktionärinnen und Funktionäre des Wirtschaftsbundes in der Wiener Wirtschaftskammer. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Bundesminister Johannes Hahn, der Staatsekretärin Christine Marek geben wir heute den Startschuss für einen noch intensiveren Dialog mit unseren Betrieben und für eine noch aktivere Gestaltung der Politik.

  • „Wirtschaft gestaltet Politik“-Tour
    Als weiteren Schritt startet der Wirtschaftsbund daher ab nächster Woche die Wirtschaft gestaltet Politik Tour! Ziel ist es, das Wirtschaftsbuch und dessen Ideen den Unternehmerinnen und Unternehmern zu präsentieren. Wir wollen allen Unternehmerinnen und Unternehmern zeigen, dass ihre aktive Mitarbeit aufgegriffen wurde und ihre Anliegen gegenüber der Politik und zwar in jeder einzelnen Branche, einfordern werden und damit Politik gestalten werden, wie es unsere Betriebe wollen.

  • Branchenspezifische Diskussionen
    Gestützt auf 4.000 telefonisch befragten Unternehmen haben wir quer über alle Sparten gewisse Branchen für die jeweiligen Stationen der „Wirtschaft gestaltet Politik“-Tour vorgesehen. Dabei soll neben den allgemeinen Ideen des Wirtschaftsbuches ganz spezifisch auf die Anliegen einzelner Branchen bezug genommen werden.

 


Präsentation des Wirtschaftsbuches